Tradition und Religion – die Insel Frauenchiemsee

Nur etwa zwölf Hektar groß, hat die Fraueninsel im Chiemsee eine Menge zu bieten. Bequem mit einem der Ausflugsboote zu erreichen, können Sie auf der auto- und fahrradfreien Insel nicht nur malerische Häuser und das wunderschöne Benediktinerinnenkloster bewundern, sondern auch in einem der gemütlichen Biergärten einkehren.

Künstlerkolonie und Fischereibetriebe

Kaum vom Schiff gestiegen, spüren Sie das besondere Flair von Frauenchiemsee. Hier ticken die Uhren noch langsamer und Entschleunigung ist kein leerer Begriff. Auf der Insel leben heute weniger als 300 Menschen, sie ist in einem Spaziergang von gut 20 Minuten zu Fuß schnell umrundet. Entdecken Sie beim Bummel durch das Inseldorf wunderschöne Häuser mit gepflegten Gärten, in denen die Zeit still zu stehen scheint, von störenden Geräuschen ist nichts zu hören. Autos sind auf der Fraueninsel verboten, man bewegt sich ausschließlich zu Fuß. Naturliebhaber sind fasziniert vom Baumbestand, zu dem zwei über 1000 Jahre alte Linden gehören. In traditionellen Töpfereien entsteht kunstvolles Handwerk, alteingesessene Fischereien sorgen dafür, dass frischer Fisch am Chiemsee nicht ausgeht. Bereits im beginnenden 19. Jahrhundert fühlten sich Maler und Schriftsteller von der stimmungsvollen Atmosphäre auf der Insel angezogen, zogen sich aber zurück, als der Tourismus erstarkte. Wer auf der Insel übernachtet, wird mit einem besonders romantischen Sonnenuntergang belohnt und hat das kleine Eiland fast für sich alleine, denn die meisten Touristen kehren am Nachmittag zurück in die Orte am Ufer des Chiemsees.

Frauenwörth – das Nonnenkloster aus dem 8. Jahrhundert

Das Kloster nimmt etwa ein Drittel der Inselfläche ein, hier finden zahlreiche Seminare und Fortbildungsveranstaltungen statt. Zur touristischen Besichtigung offen sind die Klosterkirche mit ihrem freistehenden Glockenturm, die Torhalle, der Friedhof und die Kapelle. In dem romanischen Marienmünster sollten Sie unbedingt einen Blick auf den Chorumgang – einen der ältesten in Süddeutschland – werfen, zudem ist die Irmengardkapelle im Chorscheitel sehenswert. Auch ein Besuch im Klosterladen darf nicht fehlen, besonders das dort angebotene Marzipan ist ein schönes Mitbringsel.

Essen hält Leib und Seele zusammen

Auch der leibliche Genuss kommt auf der Fraueninsel im Chiemsee nicht zur kurz. Nach dem Spaziergang durch das Dorf und um die Insel herum sowie dem Besuch in der Klosterkirche bietet sich eine Ruhepause in einem gemütlichen Biergarten an. Wie wäre es mit dem Kaisergarten, in dem Sie bei einem Stück Kuchen oder einem vorzüglichen Fischgericht einen traumhaften Blick auf den schönen Chiemsee genießen können?

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