Bayrisches Traditionsfest: Maibaumaufstellen am Chiemsee

Im Chiemgau wird der Wonnemonat Mai noch auf zünftige bayerische Weise begrüßt. Jedes Jahr am 1. Mai versammeln sich in den Orten rund um den Chiemsee die Einwohner, um einen reich geschmückten Maibaum aufzustellen. Natürlich ist das Anlass für ein großes Fest, bei dem auch Sie herzlich willkommen sind.

Traditionsreiches Frühlingssymbol

Bereits seit dem Mittelalter feiern die Menschen im Chiemgau die Rückkehr der warmen Jahreszeit mit dem Aufstellen eines Maibaums, der als Symbol für den Frühling und die Fruchtbarkeit der Natur gilt. Damit er weithin sichtbar ist und mit üppigem Schmuck versehen werden kann, sollte der dafür verwendete Baum möglichst gerade gewachsen und mindestens 30 Meter hoch sein. Außerdem muss er vollständig von Ästen und Rinde befreit werden. Genau wie vor Hunderten von Jahren ist das noch heute echte Handarbeit, weshalb sich dafür alle jungen Burschen des Ortes zusammenfinden. Auch bei dem Aufstellen des mehrere Tonnen schweren Baums kommt reine Muskelkraft zum Einsatz, was dieses Spektakel zu einer sehenswerten Leistung macht.

Mit Musik in den Mai

Je nach Ort unterscheidet sich das Maifest nicht nur in dem individuelle Schmuck des Maibaums, sondern auch in den verschiedenen Bräuchen, die damit verknüpft sind. Während in manchen Dörfern mutige Burschen versuchen, den Maibaum zu besteigen, versteigert in anderen der Maikönig die unverheirateten jungen Frauen für einen Tanz. Gemeinsam ist den Feiern rund um den Chiemsee aber der Auftritt von volkstümlichen Musik- und Tanzvereinen, die für eine hervorragende Stimmung sorgen. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz: Spezialitäten wie die Maischolle, die Maibowle und der bekannte Maibock laden dazu ein, bei dem fröhlichen Brauchtumsfest etwas länger zu verweilen.

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